Mi, 19.07.2017

Einsatz zum G20 Gipfel in Hamburg

Zwanzig Staatspräsidenten treffen sich zwei Tage in einer Stadt -  zwei Männer des THW Ortsverbandes Ratzeburg waren dabei

Am 07. und 08. Juli 2017 trafen sich zwanzig der wichtigsten Staatsoberhäupter der Welt zu ihrem Gipfeltreffen in der Freien und Hansestadt Hamburg.

 

Neben den Polizeien der Länder und des Bundes sowie den Feuerwehren und Hilfsorganisationen war auch das Technische Hilfswerk (THW) in vielfältiger Weise eingebunden.

Es sollte einer der größten Einsätze in der Geschichte der Stadt Hamburg werden.

 

Insgesamt waren rund 470 THW-Angehörige, überwiegend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz.

 

Wesentliche Hauptaufgabe war das Ausleuchten der Sicherheitszonen rund um den Tagungsort Messehallen, dem G20-Veranstaltungsort Elbphilharmonie sowie der Parkanlage „Planten un Blomen“, aber auch an den verschiedenen Hotels in der Stadt, wo die Staatgäste ihr Quartier hatten.

 

Ferner wurden noch Kontrollstellen für die Sicherkräfte eingerichtet, Plattformen und Gerüste aufgebaut, Einsatzkräfte verpflegt, Material und Kraftstoffe transportiert und eine unabhängige Stromversorgung gewährleistet.

 

Damit dies alles fast reibungslos verlaufen konnte, begann der konkrete Einsatz für das THW in einem Leitungs- und Koordinierungsstab (LuK) und der Führungsstelle bereits im Juni.

 

Am 28.06.2017 wurde im Überseezentrum im Hamburger Hafen ein großer Bereitstellungsraum (BR) für alle THW-Einheiten aber auch für die Landespolizeien und der Bundespolizei aufgebaut und eingerichtet.

 

Die Hauptphase, mit dem Anrücken von Kräften, Fahrzeugen und Material startete dort in den ersten Julitagen.

 

Mit der Leitung diese BR (treffend BR „MARITIM“, weil ja im Hafen gelegen) wurde von Einsatzbeginn an der Fachberater des THW Ortsverbandes Ratzeburg, Ulrich Finke, beauftragt.

Aus dem gleichen OV kam der Helfer Marc Domurath kam einige Tagen später als Kraftfahrer für die im BR MARITIM eingerichtete Fahrbereitschaft dazu.

 

Der BR „MARITIM“ wurde auf dem großflächigen Gelände des stillgelegten Umschlaghofes „Überseezentrum“ der Hamburger Lagerhausgesellschaft eingerichtet und betrieben.

Das Gelände umfasste mehrere Gebäudeteile aus Bürogebäuden, Lagerhallen, Zufahrtswegen und Parkflächen.

 

Dieses Gesamtareal war vor allem aufgrund seiner Größe und den daraus resultierenden

  • Abstellmöglichkeiten der THW-Dienstfahrzeuge verschiedener Größen

und den vorhandenen Flächen für die Aufstellung/Errichtung

  • einer Führungsstelle BR,
  • eines Meldekopfes mit Lotsendienst
  • eines LogM Stützpunktes mit Tankstelle,
  • eines Verpflegungspunktes der LogV,
  • einer Fahrbereitschaft

sowie

  • einer „Sitzbereitschaft“ (SEG) von Bergungsgruppen Hamburger Ortsverbände

sehr gut zur Errichtung eines Bereitstellungsraumes geeignet.

Des Weiteren zeichnete sich dieser Bereitstellungsraum zudem durch seine sehr gute Verkehrsanbindung aus.

 

Aufgabe war es, einen BR nebst Meldekopf sowie Lotsendienst zu betreiben.

Dort sollte die Aufnahme, die Erfassung, die Einsatzweitergabe, die Verpflegung, die Materialerhaltung und nach Einsatzende der Rückfluss aller eingesetzten THW-Einheiten, -Kräfte, -Fahrzeuge und –Gerät gewährleistet werden.

Wie man sich sicher vorstellen kann, bei 470 THW-Kräften, allein über 30 Beleuchtungseinheiten, zahlreichen THW-Fahrzeugen verschiedener Größe und Art sowie zahllosen Groß- und Kleingerät eine umfangreiche, nervenaufreibende und sehr zeitintensive Arbeit.

 

Für diese Aufgabe standen im BR „MARITIM“ neben dem Leiter ein Stab von 30 THW-Helfern zur Verfügung. Dazu kamen noch die Logistiker sowie die Männer und Frauen für Licht und Strom im Bereitstellungsraum.

 

Im gesamten Einsatzverlauf war diese BR-Mannschaft aus den verschiedenen OV´s wie Greifwald, Grimmen, Stralsund, Rostock, Hamburg-Harburg, Norderstedt, Buxtehude, Oldesloe, Lübeck und natürlich Ratzeburg eine sehr homogene, gut funktionierende Gemeinschaft.

Alle gaben ihr Bestes und so konnte der Einsatz mit dem Abrücken der letzten Kräfte und Gerätschaften am 10.07.2017 nach dreizehn Tagen im Bereitstellungsraum „MARITIM“

erfolgreich beendet werden.

 

Bericht Ulrich Finke, OV Ratzeburg